PR-Anzeigen PR-Anzeigen beauté wellness&médecine 24 Forschungsteam entwickelt neuen Wirkstoff Infektiöse Keratitis lässt jährlich 1,5 Millionen Menschen weltweit erblinden. Oft geht die Krankheit auf den „Krankenhauskeim“ Pseudomonas aeruginosa zurück, den die Weltgesundheitsorganisation zu den gefährlichsten dieser Art zählt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Saar-Universität und des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) haben nun einen Weg gefunden, den Keim effektiv zu bekämpfen. Ihre Studie wurde im Fachmagazin Advanced Science veröffentlicht. Pseudomonas aeruginosa ist ein tückischer Feind. Das Bakterium neigt dazu, wie viele andere bakterielle Krankheitserreger ebenso, Resistenzen gegen Antibiotika zu entwickeln. Als einer der Dr. Jörg Haupenthal (links) und Dr. Alexander Kiefer häufigsten „Krankenhauskeime“ löst es in der Folge zum Beispiel Lungenentzündungen, Harnwegsinfekte oder schwere Augenleiden aus, die bis zur vollständigen Erblindung führen können, wenn die Hornhaut abgebaut wird. Verantwortlich für diese Hornhautzerstörung im Auge ist ein Enzym namens Elastase oder, kurz, „LasB“, welches dem Bakterium quasi „den Weg frei räumt“, wie Dr. Jörg Haupenthal sagt. Der Wissenschaftler aus der Abteilung von Anna Hirsch, Professorin für Medizinische Chemie an der Universität des Saarlandes und Leiterin der Arbeitsgruppe Wirkstoffdesign und Optimierung am HIPS, leitet ein Projekt zur Erforschung neuer Wirkstoffe gegen Pseudomonas aeruginosa. LasB also räumt den Weg für den tückischen Krankenhauskeim frei, so dass er woanders weitere Gewebeteile schädigen kann. „Das tut LasB, indem es große Proteine wie zum Beispiel Kollagen abbaut, aber auch wichtige Bestandteile des Immunsystems zerstört“, führt Jörg Haupenthal aus. Gelangt das Bakterium und mit ihm sein Enzym LasB ins Auge, ist die hauptsächlich aus Kollagen bestehende Hornhaut des Auges in höchster Gefahr, eine infektiöse Keratitis droht. Nicht wenige der jährlich 1,5 Millionen Fälle von Erblindung nach Keratitis gehen auf das Konto von Pseudomonas aeruginosa und LasB. Was die Forscher genau gemacht haben, erläutert der Chemiker Dr. Alexander Kiefer, der gemeinsam mit Dr. Chris- Fotos © Universität des Saarlandes/Thorsten Mohr gedanken futter Ein Blick hinter die Fassade Wir leben in einer Zeit der Selbstdarsteller. Es ist enorm wichtig, wie wir wirken, wie wir uns inszenieren, und nicht, was wir tatsächlich empfinden. Geübt wird das tagtäglich. Snapchat, Instagram und Facebook haben uns geschult. Stets bestens inszeniert, zeigen wir die optimale Version unserer selbst, und geben uns größte Mühe, diese nach außen so lange wie möglich aufrecht zu halten. Und wir alle wollen erfolgreich, glücklich, gesund, schön und beliebt sein. Und so präsentieren sich die meisten auch in der Öffentlichkeit. Aber so ist das richtige Leben nicht, und das, was wir von anderen Menschen sehen, ist oft nur schöner Schein. Echte Nähe, Verständnis und Zusammenhalt entstehen erst, wenn wir den tian Schütz aus der Abteilung von Anna Hirsch Erstautor der Studie ist, die nun im renommierten Fachmagazin Advanced Science erschienen ist. Darin beschreiben die Autorinnen und Autoren, wie sie LasB in die Zange genommen haben - und das wortwörtlich. „LasB enthält einen Zink-Komplex. Diesen haben wir chelatisiert“, führt Alexander Kiefer aus, der seine Nachwuchsgruppe im April am HIPS startet. Das bedeutet, dass sie den Zink-Komplex des Enzyms LasB an zwei Stellen mit einem speziell dafür entwickelten peptidischen Hemmstoff „gepackt“ haben. Durch diese Bindung an den Zink-Komplex wurde LasB insgesamt unschädlich gemacht, so dass einerseits die großen Proteine wie Kollagen nun nicht mehr angegriffen werden und andererseits auch die Bestandteile des Immunsystems wie zum Beispiel die Antikörper von LasB nichts mehr zu befürchten haben. Von großer Bedeutung ist dabei die Tatsache, dass der Hemmstoff umliegende Metallkomplexe humaner Enzyme, die in gesundem Gewebe enthalten sind, nicht angreift, sondern ausschließlich an LasB seine gewünschte Wirkung entfaltet. Wie das interdisziplinäre Team in der Studie weiter zeigen konnte, ist eine Wirkstoff-Kombination aus einem klassischen Antibiotikum und einem LasB-Inhibitor im In-vivo-Modell besonders wirksam. „Bei einer Hemmung von LasB bleibt das Bakterium intakt, während umgekehrt LasB bestehen bleibt, wenn wir das Bakterium nur mit klassischen Antibiotika bekämpfen“, so Jörg Haupenthal. Die Kombination aus klassischem Antibiotikum und LasB-Inhibitor hat sich in der Studie als wirksame Methode erwiesen, um dem Krankenhauskeim und der daraus entstehenden Hornhautinfektion Herr zu werden. Mut haben, andere hinter unsere Fassade blicken zu lassen. Auf die Frage „Wie geht es dir?“ antworten wir meist reflexartig mit „Gut, danke“, auch wenn es gar nicht stimmt. Denn niemand gibt gern zu, dass es nicht rund läuft im Beruf oder im Privatleben, dass man gerade die Kündigung oder eine schlimme Diagnose bekommen, sich vom Partner getrennt oder Stress mit den Kindern hat. Verletzlichkeit gilt als Schwäche und Probleme als persönliches Versagen. Und, was wohl die anderen denken? Die Angst vor dem Urteil unserer Mitmenschen hält uns davon ab, Risiken einzugehen oder Neues zu wagen Doch genau das Gegenteil ist richtig: Einzugestehen, dass man verwundbar ist, zeugt von großer Stärke. Wenn Sie es Ob daraus irgendwann tatsächlich ein Medikament entstehen wird, ist noch nicht sicher. Dazu müssen weitere Studien folgen. „Aber es ist unser klares Ziel, dass auf Grundlage unserer Forschung auch ein Medikament entwickelt wird“, führt Anna Hirsch aus, die als korrespondierende Autorin das Projekt koordiniert. effizient in klinische Anwendungen überführt werden“, erläutert die Cluster-Sprecherin. Weitere Infos Dr. Alexander Kiefer alexander.kiefer@ helmholtz-hips.de SCAN MICH! https://www.helmholtz-hips.de/de wagen, sich den Anderen mit Ihren Fehlern, Niederlagen und Ängsten zu zeigen, werden Sie etwas Erstaunliches erleben: Dann werden auch die Anderen Ihnen einen Blick hinter ihre makellosen Fassaden erlauben, und Sie werden feststellen, dass Sie nicht allein sind mit Ihren Erfahrungen und Gefühlen. Daraus erwachsen Verständnis, Verbundenheit, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung. So können Sie Ihre Kraft auf die Lösung Ihrer Probleme, auf die Heilung oder einen Neuanfang konzentrieren, denn Sie müssen Ihre Energie nicht mehr auf die Aufrechterhaltung des schönen Scheins verschwenden und auf oberflächliche Beziehungen zu Menschen, die eigentlich gar nicht wissen wollen, wie es Ihnen wirklich geht. Im Grunde geht es doch auch darum, die genauen Gefühle und Absichten einer Person zu ermitteln und sich nicht von oberflächlichen Schönheiten irritieren lassen, denn In einer Welt, in der die Realität oft hinter einem Vorhang aus Täuschungen verborgen liegt, scheint nichts so zu sein, wie es ist. beauté wellness&médecine 25 SaarLorLux MAGAZIN SaarLorLux MAGAZIN
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