Aufrufe
vor 1 Jahr

SaarLorLux Magazin Frühjahr 2025

  • Weitere Details anzeigen
  • Saarlorlux
  • Saarland
  • Lothringen
  • Luxemburg
  • Großregion saarlorlux
  • Storytelling saarlorlux
  • Tourismus in saarlorlux
  • Magazin für saarland
  • Saarlorlux magazin
  • Unternehmen saarlorlux
  • Magazin für saarbrücken
Dein Magazin für die Großregion SaarLorLux – Storytelling, Lifestyle & Genuss

PR-Anzeigen PR-Anzeigen

PR-Anzeigen PR-Anzeigen beauté wellness&médecine 26 Foto © Laura Glücklich/UKS Hirntumor Risiko schneller einschätzen Vom gutartigen zum aggressiv wachsenden Hirntumor: Interdisziplinäres Team findet Weg, Risiko schneller einzuschätzen Gutartige Hirntumore, Meningeome, sind eine der häufigsten Tumore des zentralen Nervensystems. In einigen Fällen jedoch können sie zu schnell wachsenden Tumoren und damit akut lebensbedrohlich werden. Ein Team aus den Disziplinen Medizin, Biophysik und Chemie hat nun einen Farbtest entwickelt, der binnen weniger Minuten das Risiko einer Verschlechterung anzeigt. Das könnte bisherige, aufwändigere Nachweismethoden ablösen. Die Arbeit ist in „Neurosurgical Review“ erschienen. Sie treffen vor allem Menschen ab 50 Jahren: Meningeome, gutartige Hirntumore. In der überwältigenden Anzahl Prof. Dr. Steffi Urbschat der Fälle, rund 90 Prozent, wachsen diese Tumore nur sehr langsam und man kann sie gut kontrollieren. In wenigen Fällen jedoch, rund 2-5 Prozent aller Patientinnen und Patienten betrifft dies, befallen sie auch umliegendes Gewebe und werden dann zum aggressiven, schnell wachsenden Tumor. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat diese Tumore in drei unterschiedliche Grade eingeteilt. Neben den Graden 1 (gutartiges Meningeom) und WHO-Grad 3 (aggressiv wachsendes Meningeom) hat die Weltgesundheitsorganisation noch Grad 2 definiert, in welchem der Tumor schneller wächst. Wann ein Tumor Gefahr läuft, vom gutartigen WHO-Grad-1-Meningeom zum Grad-3-Tumor auszuarten, kann man bisher mit zeit- und ressourcenaufwändigen Einfärbungen des Tumorgewebes nachweisen. Einem Team um die Professoren Joachim Oertel, Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum des Saarlandes, Steffi Urbschat, Leiterin des Forschungslabors der Klinik für Neurochirurgie, und Gregor Jung, Professor für Biophysikalische Chemie an der Universität des Saarlandes, ist es nun gelungen, eine Einfärbungsmethode zu entwickeln, die nur wenig kostet und nur wenige Minuten dauert. Eine zentrale Rolle dabei spielt die alkalische Phosphatase. „Das ist ein häufiges Enzym, das überall im Körper vorkommt. Eine seiner Aufgaben ist die Spaltung von Phosphat-Estern, die zum Beispiel auch als ‚Gerüst‘ für die DNA fungieren“, Prof. Dr. Gregor Jung erklärt Steffi Urbschat. Phosphat und damit dessen Verarbeitung spielt eine unerlässliche Rolle im Stoffwechsel fast aller Lebewesen, daher ist das Enzym von großer Bedeutung. Funktioniert es irgendwo im Körper nicht mehr richtig, können Krankheiten entstehen. Das ist auch beim Meningeom so. „Der Übergang von Grad 1 zu den Graden 2 und 3 basiert auf Schäden an bestimmten Chromosomen“, führt Steffi Urbschat aus. „Auf einem dieser Chromosomen ist auch der Bauplan für die alkalische Phosphatase gelagert. Ist dieses Chromosom nun defekt, gerät der Stoffwechsel an dieser Stelle außer Kontrolle und ein Tumorwachstum wird begünstigt“, so die Naturwissenschaftlerin weiter. Der bislang gutartige Tumor läuft Gefahr, aggressiv zu wachsen, also das umliegende Gewebe schnell wachsend zu infiltrieren. Bislang konnte man diesen Übergang nachweisen, indem man Foto © Universität des Saarlandes/Thorsten Mohr gedanken futter Tumorgewebe mit speziellen Methoden eingefärbt hat. Nach einer gewissen Zeit, oft mehrere Stunden bis hin zu Tagen, in denen die Proben in hochspezialisierten Laboren untersucht wurden, zeigte eine Verfärbung an, ob die alkalische Phosphatase im Gewebe noch aktiv ist oder nicht. „Wenn sie nicht mehr aktiv ist, weiß der behandelnde Arzt, dass der Tumor nun dazu neigt, in ein aggressives Wachstum überzugehen“, so Steffi Urbschat. An dieser Stelle kommt nun die Chemie von Gregor Jung ins Spiel. Seine Arbeitsgruppe hat sich unter anderem auf die Fluoreszenzspektroskopie spezialisiert, also auf die Farbgebung und Sichtbarmachung von Materialien auf Grundlage der Chemie. „Wir haben im Labor eine einfache und sehr schnelle Methode gefunden, wie man alkalische Phosphatase mit einem Farbtest nachweisen kann“, sagt der Chemiker. Im Labormaßstab funktioniert diese Methode binnen weniger Minuten. Auf einen konkreten Hirntumor im Menschen übertragen könnte das zum Beispiel bedeuten, dass einem Patienten unter Operation Tumorgewebe entnommen wird, das noch im OP getestet werden kann. „Wenn dann festgestellt wird, dass der Tumor eventuell gefährlich werden kann, kann der Operateur sofort reagieren und den Tumor großflächig bekämpfen. Auch in Gegenden der Welt, in denen hochspezialisierte Verfahren wie die bisher arrivierten nicht möglich sind, hätten mit AlkaPhos ein Mittel an der Hand, wie sie mit geringem Aufwand herausfinden können, ob ein Tumor sich in eine gefährliche Richtung entwickelt“, fasst Steffi Urbschat die Vorteile der Methode zusammen. Die nun veröffentlichte Arbeit jedoch zeigt zweierlei: Es lohnt sich zum einen, diesen Ansatz in weiteren Studien zu verfolgen. Und zweitens: Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit wie hier führt zu großen Fortschritten, die mitunter Zeitsouveränität Ein Mensch, der über seine Zeit regiert, statt sich von ihr regieren zu lassen, verabschiedet sich von einer fremdgesteuerten, gehetzten Lebens- und Arbeitsweise. Er plant selbstbestimmt und proaktiv, arbeitet in seinem individuellen Rhythmus und nutzt seine Freiräume für Menschen und Dinge, die ihm wirklich wichtig sind. Er konzentriert sich auf das Wesentliche, verzettelt sich nicht und trägt nicht mehr als 7 „Hüte“ gleichzeitig (z. B. Elternteil, Mitarbeiter, Freund, Skifahrer, Hundebesitzer, Projektleiter usw.) . Wer Herr oder Herrin über seine Zeit ist, setzt Prioritäten und hat seinen Alltag im Griff. Er kennt seine Lebensvision, folgt seinen Zielen und findet dabei zu seinem persönlichen Work- Life-Flow. Um mehr Zeitsouveränität zu gewinnen, sollten Sie Ihre Tage und Wochen nach dem Kiesel-Prinzip planen und nicht einfach nur Ihre To-do-Listen von oben nach unten abarbeiten: Reservieren Sie zuerst Zeitfenster für die „großen Steine“, also die wichtigen Projekte und die Tätigkeiten, die Sie Ihren Zielen näherbringen. Lassen Sie dabei noch Puffer für Unvorhergesehenes. Danach füllen Sie die Zwischenräume im Kalender mit „kleineren Steinchen“, wie Aufgaben mit geringerer Priorität und Routinetätigkeiten. Planen Sie immer schriftlich, damit Sie den Überblick und den Fokus behalten, konzentriert und systematisch arbeiten und am Ende des Tages und der Woche kontrollieren können, was Sie erreicht haben. Zeitsouveränität ist die Selbstbestimmung des Individuums über die eigene Prof. Dr. Joachim Oertel nicht entstünden, wenn jeder einfach nur in seinem Fachgebiet unterwegs wäre. Weitere Infos Prof. Dr. Gregor Jung Tel.: (0681) 30264848 E-Mail: gregor.jung(at)uni-saarland.de Verwendung der Zeit. Im engeren Sinn bezeichnet sie die Möglichkeit, die eigene Arbeitszeit selbst zu bestimmen und außerdem die ... Zeitsouveränität ist die Kontrolle über die Art und Weise, wie man seine Zeit verbringt. Zeitsouveränität gibt Arbeitnehmern die Möglichkeit, ihr Arbeitsleben so zu arrangieren, wie es für ihre Situation angemessen ist. Dazu gehört das Übertragen der Entscheidungen bezüglich der Arbeitszeit auf den Arbeitnehmer, was ihm eine flexible Arbeitsweise ermöglicht, sodass er eine bessere Work-Life- Balance finden kann. Zeitsouveränität ist mehr als nur gutes Zeitmanagement, da sie den Menschen die Kontrolle darüber gibt, wie sie ihr Leben einteilen, statt lediglich Zeit innerhalb vorgeschriebener Stunden zu organisieren. Es wurde argumentiert, dass Arbeitnehmer Arbeit und Privates nicht als zwei Leben betrachten sollen, sondern als eines, zu dem beide Teile gehören. Zeitsouveränität ermöglicht die Beherrschung des Lebens als Ganzes. Foto © Laura Glücklich/UKS beauté wellness&médecine 27 SaarLorLux MAGAZIN SaarLorLux MAGAZIN

  • Seite 1 und 2: DEIN MAGAZIN für die Großregion F
  • Seite 3 und 4:
  • Seite 5 und 6:
  • Seite 7 und 8:
  • Seite 9 und 10:
  • Seite 11 und 12:
  • Seite 13 und 14:
  • Seite 15 und 16:
  • Seite 17 und 18:
  • Seite 19 und 20:
  • Seite 21 und 22:
  • Seite 23 und 24:
  • Seite 25:
  • Seite 29 und 30:
  • Seite 31 und 32:
  • Seite 33 und 34:
  • Seite 35 und 36:
  • Seite 37 und 38:
  • Seite 39 und 40:
  • Seite 41 und 42:
  • Seite 43 und 44:
  • Seite 45 und 46:
  • Seite 47 und 48:
  • Seite 49 und 50:
  • Seite 51 und 52:
  • Seite 53 und 54:
  • Seite 55 und 56:
  • Seite 57 und 58:
  • Seite 59 und 60:
  • Seite 61 und 62:
  • Seite 63 und 64:
  • Seite 65 und 66:
  • Seite 67 und 68:
  • Seite 69 und 70:
  • Seite 71 und 72:
  • Seite 73 und 74:
  • Seite 75 und 76:
  • Seite 77 und 78:

  • Seite 79 und 80:

  • Seite 81 und 82:

  • Seite 83 und 84: