PR-Anzeigen AUTOMOBILE&TECHNIQUE 20 WEGBEREITER Impulsgeber für Industrie und Wissenschaft Prof. Dr. Klaus-Jürgen Schmidt Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen ist der einfachste, durch Erfahrung ist der bitterste - Konfuzius - SaarLorLux MAGAZIN Prof. Dr. Klaus-Jürgen Schmidt hat sich sowohl für den edelsten als auch für den bittersten Weg entschieden. Seit 1991 leitet er das Institut für Produktions- und Logistiksysteme. Bereits 1985 wurde er ins Saarland berufen, als Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Produktionswirtschaft und Informatik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Hier konnte er seine Expertise in einem großen europäischen Projekt zur Einführung von Just-In-Time in der Produktion und Logistik bei Ford einbringen. Wegbereiter für Innovation in der Automobilindustrie Seit 1985 leitet er nach der Gründung auch den Arbeitskreis "AKJ-Automotive". Diese unter dem Namen AKJ bekannte Expertengruppe hat sich zum Ziel gesetzt, mit kooperativen Benchmarks und vor allem durch die gemeinsame Entwicklung neuer Konzepte und Methoden zur nachhaltigen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in der Logistik und Produktion der Automobil- und Zulieferindustrie beizutragen. Als Gutachter und Technologieberater ist Prof. Dr. Schmidt Mitglied in verschiedenen Strategiekommissionen, Lenkungsausschüssen und Projekten, die die künftige Ausrichtung der betreuten Fabriken und Prozesse vorbereiten und in der Umsetzung absichern. Seine Tätigkeit als Beirat und Aufsichtsrat in verschiedenen Unternehmen der Automobil- und Zulieferindustrie hilft ihm dabei, seine Erfahrungen strategisch und operativ umzusetzen. Technisches und wirtschaftliches Know-how in perfekter Balance Studiert hat Prof. Dr. Schmidt in den technischen Disziplinen Energietechnik/ Maschinenbau (Dipl.-Ing.) und Nachrichtentechnik/Elektronik (Dipl.-Ing.). Danach erwarb er ein weiteres Diplom in Betriebswirtschaft an der Universität zu Köln (Dipl.-Kfm.), wobei seine Schwerpunkte auf Industrie, Organisation und Informatik lagen. Diese einzigartige Kombination aus technischer und wirtschaftlicher Expertise motiviert ihn, in der Ausgestaltung und Umsetzung innovativer Technologiekonzepte die technologischen, prozessorientierten und wirtschaftlichen Aspekte ganzheitlich zu bewerten und in den betreuten Unternehmen voranzutreiben. Praktische Erfahrung aus erster Hand Promoviert hat Prof. Dr. Schmidt an der Universität zu Köln über den dezentralen Rechnereinsatz in der Produktion. Danach ging er nach Österreich, wo er bei der Voest Alpine in Linz leitend als Berater die erfolgreiche Einführung von ERP-Systemen in den Produktionswerken des Stahl- und Apparatebaus unterstützte. Außerdem arbeitete er in Passau bei Prof. Wildemann an Industrieprojekten. Im Anschluss an seine universitäre Ausbildung und vor seinem Ruf an die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes sammelte er als Entwicklungsingenieur, Entwicklungsleiter, Berater und Geschäftsführer umfangreiche Expertisen und Führungserfahrung, die er bis heute erfolgreich anwendet.
PR-Anzeigen ANSATZPUNKTE Make Automotive Germany Great Again AUTOMOBILE&TECHNIQUE 21 Es ist kein Geheimnis, dass die globalen Automobilmärkte, insbesondere in China, zunehmend von heimischen Marken dominiert werden. Diese Unternehmen entwickeln sich nun auch hinsichtlich der Margen besser als die deutschen Automobilmarken - und das gilt für die Produkte als auch für die Prozesse. Im ersten Halbjahr 2024 haben die chinesischen Marken einen Marktanteil in China von über 66 % erreicht, während der Marktanteil der deutschen Hersteller auf 20 % gesunken ist. Die Quersubventionierung der deutschen Standorte durch geschäftliche Erfolge in China könnte somit bald der Vergangenheit angehören. Auch im Bereich der Innovation fällt die deutsche Automobilindustrie zurück, besonders wenn man die rasante Entwicklung in der chinesischen Batterieentwicklung sowie die Fortschritte in Elektronik und Software betrachtet. Um in Deutschland aufzuholen, bedarf es umfassender Strategien und Maßnahmen, die das gesamte Spektrum der Möglichkeiten abdecken. Diese reichen von neuen politischen Rahmenbedingungen für Unternehmen und Käufer über die Innovations- und Investitionsbereitschaft bis hin zu konkreten Maßnahmen, die alle Prozesse und Strukturen betreffen: von der Produktentwicklung über Beschaffung und Produktion bis hin zu umfassenden Produktivitäts-, Qualifizierungs- und Digitalisierungsinitiativen. Zehn strategische Ansatzpunkte für die deutsche Automobilindustrie Hier sind zehn strategische Ansatzpunkte, um trotz der starken Herausforderungen auf dem Weltmarkt die deutsche Automobilindustrie wieder in Schwung zu bringen und Schritt für Schritt auf einen Erfolgskurs zu leiten. 1. Fokus auf Elektromobilität und alternative Antriebe Sofort: Ausbau der Forschung und Entwicklung im Bereich Elektromobilität sowie Start von deutlich mehr Pilotprojekten für Wasserstoff- und synthetische Kraftstoffe. Dabei sollten konsequente Einsparpotenziale für die Fertigung der Fahrzeuge und Komponenten identifiziert werden, um Durchlaufzeiten zu verkürzen. Die Weiterentwicklung von Verbrennungstechnologien sollte nicht verhindert werden - weltweit werden sie weiterhin gebraucht. Auch in Deutschland sind innovative Konzepte von global tätigen Herstellern und Zulieferern gefragt, um den Bedarf effizient und nachhaltig zu decken. Innerhalb von 3 Jahren: Aufbau eines flächendeckenden Netzwerks von E-Ladestationen und Wasserstofftankstellen in Zusammenarbeit mit Bund, Ländern und privaten Investoren. Einführung agiler Produktionsprozesse, die auf modulare Fahrzeugplattformen setzen, um so die Entwicklungs- und Produktionskosten zu senken. 2. Digitalisierung der Wertschöpfungskette vorantreiben Sofort: Analyse der bestehenden Prozesse bei Herstellern und Zulieferern zur Identifikation digitaler Optimierungspotenziale. Erste Erfolge können durch konkrete Pilotprojekte mit KI und Big Data erzielt werden. Zudem sollten mehr digitale Zwillinge (Digital Twins) in den Fabriken eingeführt werden, um Produktionsabläufe virtuell zu simulieren, Engpässe zu vermeiden und die Weiterentwicklung voranzutreiben. 3. Innovationsförderung für Zulieferer Sofort: Staatliche Unterstützungsprogramme und Zuschüsse zur Bewältigung einer durchgängig unterstützten Transformation und dies auch bei KMU. Gleichzeitig sollten schlanke Produktionsmethoden wie Lean Manufacturing und Six Sigma wieder stärker in den Fokus gerückt werden. Letztendlich geht es darum, die Effizienz und Prozessqualität im Vergleich mit den neuen Wettbewerbern wieder auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu heben. FORTSETZUNG NÄCHSTE SEITE SaarLorLux MAGAZIN
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